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Wie Engel von Wendt und Kühn auf die Beine kommen


In der Leimerei sorgen ihre kunstfertigen Hände und ihr geschulter Blick dafür, dass aus filigranen Einzelteilen die unverwechselbaren Figuren von Wendt und Kühn ihr mustergetreues Aussehen erhalten.
 

Frau Heim in der Leimerei von Wendt und KühnSucht man in unseren Werkstätten Annette Heim, so findet man sie zusammen mit ihren fleißigen Kolleginnen in der Leimerei zwischen Kisten und Kästen, die mit Armen und Beinen, Körpern oder Hosen gefüllt sind. Es riecht nach Holz und Weißleim, wo sie ihren Platz hat. Mit sicherer Hand, geübtem Blick und scharfem Schnitzmesser macht sie sich ans Werk und half im Laufe der Jahre schon vielen Engeln und Blumenkindern von Wendt und Kühn auf die Beine.

Bereits Annette Heims Vater Hans Sobeck war Spielzeugmaler, hatte seinen Beruf bei Wendt und Kühn gelernt und auch die Gewerbeschule Grünhainichen (wo Albert Wendt einst tätig war) besucht. Als Kind wuchs sie mit Wendt und Kühn Figuren auf, da ihr Vater einst auch in unseren Werkstätten arbeitete.

 

Die Leimerei von Wendt und KühnEr war es auch, der seine älteste Tochter begleitete, als sie sich im Frühjahr 1981 bei Betriebsdirektor Hans Wendt vorstellte. Sie erinnert sich noch genau an diesen Tag, berichtet die 46-jährige. "Dann geh' doch mit deiner Tochter gleich mal raus in die Werkstätten und zeige ihr alles, damit sie sich selbst ein Bild machen kann", hätte damals sinngemäß Hans Wendt zu ihrem Vater gesagt. Die Leimerei war die erste Abteilung, in die die damals sehr schüchterne junge Frau geführt wurde. Die Meisterin wohnte in der Nähe der Sobecks und Annette war ziemlich froh, zwischen all den Unbekannten wenigstens ein vertrautes Gesicht zu entdecken. Als es mit der Besichtigung dann weitergehen sollte, lehnte sie ab und sagte, ihr gefalle es hier gut, sie müsse die anderen Abteilungen nicht unbedingt auch noch sehen. Also wurde sie Figurenleimerin, eigentlich aus Verlegenheit. Was damals so zufällig entstand, sollte sich später als Glücksgriff erweisen, denn heute kann Frau Heim nicht ganz ohne Stolz auf eine über 25-jährige Betriebsangehörigkeit zurückblicken. Auch nach all den Jahren ist es für sie immer wieder ein Erlebnis, ihre kleinen Engel von Wendt und Kühn aus Einzelteilen zu erschaffen und ihnen 'als Geburtshelferin' zur Seite zu stehen.
 

Die Leimerei von Wendt und KühnDoch aller Anfang war schwer und so begann auch sie zunächst mit dem Leimen von einfacheren Figuren, ihr erster Musikantenengel war der Dirigent von Wendt und Kühn, sagt sie. Da ihr die Arbeit leicht von der Hand ging, konnte sie sich stetig weiterentwickeln und sich später auch an so schwierige Figuren wie den Rattenfänger wagen. Was bei ihr heutzutage so leicht und selbstverständlich wirkt, ist das Ergebnis vieler einzelner kleiner Schritte. Denn das Zusammenfügen der kleinen Arme, Beine und sonstigen Teile der Figürchen ist keineswegs so leicht, wie es aussieht. Die Löckchen der Engel werden zunächst als Reifen gedrechselt, bevor sie mittels scharfer Klinge ihre endgültige Form bekommen. Halten die Engelchen ein Instrument, muss der Arm in einem ganz bestimmten Winkel angeschnitten werden. Stimmt dieser nicht exakt, hat das Instrument eine falsche Position oder es entstehen Schlitze zwischen Körper und Arm, die später störend wären. Als wir sie treffen, leimt Frau Heim gerade die Engelmusikanten von Wendt und Kühn, die erst seit Januar Mitglied unseres himmlischen Orchesters sind, die Engel mit Melodika. Es sei allerdings nach wie vor der Engel mit Cello, den sie am liebsten leimt. Er gefiele ihr einfach am besten, sagt sie.
 

Schautage bei Wendt und KühnEinen Ausgleich für ihre filigrane Arbeit findet die gebürtige Zschopauerin in allerlei sportlichen Aktivitäten. Ski alpin und Radfahren gehören ebenso zu ihren Lieblingssportarten wie Laufen. Und außerdem sei sie, so sagt sie mit einem Augenzwinkern, auch ein großer Fußballfan. Seit Jahren schlägt ihr Herz für ihren Verein, sie fährt zu Spielen oder fiebert wenigstens jedes Mal vor dem Fernseher mit.

Von ihrer damaligen Schüchternheit ist heute nicht mehr viel geblieben, mittlerweile besticht sie durch Freundlichkeit und ihre bescheidene Art. Davon kann man sich selbst zu unseren Schautagen in Grünhainichen und Seiffen überzeugen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen vermittelt Frau Heim dort Interessantes aus der Figuren- und Spieldosenherstellung bei Wendt und Kühn, beantwortet ausführlich Fragen und weiß den interessierten Besuchern große und kleine Geschichten rund um Herkunft, Entstehung und Besonderheiten der gerade gefertigten Figuren zu erzählen.

 

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