Wendt und Kühn - von Grünhainichen nach Hollywood


In den Hauptrollen: Tom Hanks und Emma Thompson. In einer weiteren Rolle: die Figuren von Wendt und Kühn. Als Requisiten schmücken sie die originalgetreue Nachbildung des Arbeitszimmers von Walt Disney im Hollywood-Streifen 'Saving Mr. Banks', der seit 6. März 2014 in den deutschen Kinos läuft.

 

Wendt und Kühn bei Walt DisneyEs war an einem Montagnachmittag im Oktober 2012. Die Vertriebsabteilung von Wendt und Kühn erhielt eine E-Mail mit dem Betreff 'Disney'. Beim Weiterlesen bekam die Exportmitarbeiterin leuchtende Augen. Es war tatsächlich eine Nachricht aus Hollywood! Genauer gesagt: eine Anfrage von den Walt Disney Studios. "Ich konnte es zunächst gar nicht glauben", erzählt Christiane Burkert. Noch heute glühen ihre Wangen, wenn sie an diesen Montag zurückdenkt. "Die Studios planten einen Film über die Geschichte, wie Firmengründer Walt Disney die Autorin von 'Mary Poppins' mit viel Charme und Geschick überzeugt, ihr berühmtes Kinderbuch von ihm verfilmen zu lassen.

 

Walt Disney war ein großer Fan der Wendt und Kühn-Figuren. Einige von ihnen schmückten sein Arbeitszimmer. Da Disneys Büro im Film eine wichtige Rolle spielt, wollten es Bühnenbildner Michael Corenblith und Dekorateurin Susan Benjamin möglichst originalgetreu rekonstruieren. Dazu benötigte die Dekorateurin die Wendt und Kühn-Figuren, die sich einst im Besitz von Walt Disney befanden. Und zwar schon in sieben Tagen! Am Montag darauf sollten die Dreharbeiten beginnen, Tom Hanks alias Walt Disney stand sozusagen schon in den Startlöchern. Anhand der mitgeschickten Fotos von Walt Disneys Arbeitszimmer wurden bei Wendt und Kühn im Handumdrehen die Figuren zusammengepackt, die einst das Büro des Filmmoguls zierten: ein Blumenkind mit Sonnenblume, eine runde Spieldose, Marienkäfer, Schmetterlinge und eine Gänsefamilie. Noch am selben Tag gingen die Figuren auf die Reise nach Amerika.

 

Danksagung von Walt Disney an Wendt und KühnWas für ein Glück für die Produktionsfirma, dass es all die Figuren noch unverändert gibt - und zwar genauso wie in den 1960er Jahren, in denen der Film 'Saving Mr. Banks' spielt. Unverändert und originalgetreu. Das ist die Philosophie von Wendt und Kühn. Denn Mustertreue ist das oberste Prinzip der Traditionsmanufaktur, die den Figurenschatz, den Firmengründerin Grete Wendt in über sechzig Jahren kreativer Tätigkeit schuf, mit Sorgfalt hütet und behutsam weiterführt. In Hollywood konnte man es kaum glauben. „Vielen Dank für die gute und schnelle Zusammenarbeit. Walts Arbeitszimmer sah wunderbar echt aus. Ich glaube, dass Ihnen der Film sehr gefallen wird!", schrieb Dekorateurin Susan Benjamin in ihrer Dankeskarte an die Grünhainichener Manufaktur. Und tatsächlich: Bei den Gesprächen, die Tom Hanks in seiner Rolle als Walt Disney im rekonstruierten Büro des Filmproduzenten führt, sind die Wendt und Kühn-Figuren wunderbar zu erkennen. Wichtige Requisiten, die der Verfilmung ein authentisches Flair verleihen.

 

Wie aber kam es, dass Walt Disney die Figuren von Wendt und Kühn kannte und liebte? In ihren Kindheitserinnerungen erzählte seine kürzlich verstorbene Tochter Diane Disney Miller: "Mein Vater sammelte alles, was ihn interessierte... Bei seinen Reisen ging er mit Mutter gerne einkaufen, wie es Touristen eben so machen. Sie fanden viele besondere kleine Dinge, die ihnen Freude bereiteten und von denen er sich vorstellen konnte, dass sie seinen Töchtern gefallen würden." Eine Mitarbeiterin des Walt Disney Family Museums in San Francisco bestätigt: "Walt Disney liebte Miniaturen und brachte viele von seinen Reisen mit." Offensichtlich faszinierten ihn auch die kleinen Holzfiguren aus dem fernen Deutschland, aus den Grünhainichener Werkstätten von Wendt und Kühn. Vielleicht haben sie ihn sogar zu einigen seiner Filmfiguren inspiriert. Seine Tochter Diane Disney Miller berichtete: "Vater wusste feine Holzarbeiten sehr zu schätzen. Sein Vater war Zimmermann, und in seiner Jugend half er ihm oft bei der Arbeit." Er hatte sogar eine eigene Holzwerkstatt, in der er viele Stunden bei seinem Hobby verbrachte. Seine Familie wusste um diese Liebe. Eine Museumsmitarbeiterin berichtet: "Diane hat mir persönlich erzählt, dass sie und ihre Schwester Sharon zusammen mit ihrer Mutter Lillian ihrem Vater viele Wendt und Kühn-Figuren schenkten." Auch seine Mitarbeiter soll der Studioboss mit den Figuren aus Grünhainichen erfreut haben. Auf persönlichen Wunsch von Diane Disney Miller sind die Figuren von Wendt und Kühn im Museumsshop des Walt Disney Family Museums erhältlich - wunderschöne Kindheitserinnerungen an ihren berühmten Vater.

 

Das Unbeschwerte, Kindliche ist es wohl auch gewesen, was Walt Disney an den Figuren von Wendt und Kühn so gefiel. Bringen sie doch auf unverwechselbare Weise eine Weltsicht zum Ausdruck, die Grete Wendt mit dem fantasievollen Filmproduzenten teilte. Wie sagt Tom Hanks alias Walt Disney so passend im neuen Film: "Nichts ist schöner, als die Welt durch die Augen eines Kindes zu sehen". Grete Wendt hatte das immer getan.

 

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